Wo immer du hingehst, hat der Himmel die selbe Farbe.

Tagebuch einer Weltenbummlerin


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Endspurt!

Hallo ihr Lieben! In großen Schritten geht es nun auf meinen Abschied hier in Ecuador zu. Da ich in der letzten Zeit sehr viel erlebt habe, werde ich immer kleine Punkte zu den Daten schreiben, damit das Ganze (halbwegs) übersichtlich bleibt.

5. Juni – letzter Arbeitstag

Vor etwas mehr als einer Woche war es soweit: mein letzter Arbeitstag! L Tränenreich und mit der Versprechung, bald wieder zu kommen, ließen mich die Kinder nur ungerne gehen. Auch ich wollte es gar nicht so richtig war haben, dass das Jahr so schnell vergangen ist und obwohl erst ein bisschen mehr als eine Woche vergangen ist, vermisse ich die Kids und meine Freundin Pamela jetzt schon. Zum Abschied hatte ich Kuchen gebacken und gemeinsam haben wir noch ein paar schöne Stunden verbracht. Ein kleiner Trost für mich war, dass es nicht der endgültige Abschied war, da ich mit Antonia am 1. Juli nochmals in San Roque vorbeischauen werde.

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6. Juni – Punto Hacienda, Abschiedsfeier und Hallo Toni!

Der 6. war für mich ein sehr langer, ereignisreicher Tag. Santy ist erneut nach Punta Hacienda gefahren, da dort das Dach auf ein Haus aus Flaschen gesetzt wurde und noch Helfer benötigt wurden. Nach langem Überreden bin ich dann schließlich doch mitgefahren (Lust hatte ich von Anfang an, allerdings Bedenken, dass ich nicht pünktlich wieder in Cuenca sein werde) und gemeinsam haben wir Schlamm aus Wasserrinnen entfernt, mit Chlor sämtliche Fliegen und deren Familien abgetötet und sonst alle Arbeiten erledigt, die man uns so aufgetragen hat. Eigentlich hätte mich dann um 11:30 die Buseta wieder abholen sollen, da ich um 14:00 meine Abschiedsfeier mit den Kindern hatte, aber irgendwie muss der Fahrer wohl eine bessere Alternative gefunden haben, weshalb ich vergeblich auf die Buseta gewartet habe. Nach einigen Telefongesprächen konnte dann schlussendlich doch noch ein Fahrer organisiert werden, der mich jedoch bis nach Cuenca, und nicht wie geplant nur zum Busbahnhof in Gingeo brachte. Um 13:10 rannte ich dann in mein Zimmer, um mich anschließend in Windeseile zu duschen (schließlich war ich voller Schlamm…) und dann auf die Minute genau bei der Abschiedsfeier anzukommen.

Gemeinsam mit einigen Eltern und Schülern verbrachte ich einen schönen Nachmittag in einer Pizzeria (die Kinder hatten in dieser Woche bei meinem Vortrag über Österreich gehört, dass mir neben dem typischen österreichischen Essen auch Pizza und Pasta sehr gut schmecken). Es wurden unzählige Fotos gemacht und im Namen aller Kinder und Eltern wurde mir dann noch ein Geschenk (eine Tasche und eine Bluse) überreicht. Ich wurde mit unendlich vielen lieben Worten und mit ganz vielen Umarmungen meiner Kids überhäuft. Als es dann Zeit für den Abschied war, wollten mich 2 meiner Mädels gar nicht gehen lassen und nur durch die Hilfe ihrer Mütter (welche sie wie wilde Hunde festhalten mussten) konnte ich schlussendlich doch noch in den Bus steigen.

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Traurig daheim angekommen, begutachtete ich die ganzen Geschenke und las mir die lieben Worte in meinem Album durch. Anschließend machte ich ein kurzes Schläfchen. Um 01:00 nachts kam dann Antonia mit der Buseta bei uns angefahren und unser gemeinsames Abenteuer konnte beginnen 🙂

7. Juni – Gualaceo und Turi

Am Sonntag schliefen wir zuerst einmal aus, bevor es dann nach einem ausgiebigen Frühstück nach Gualaceo ging. Dort besuchten wir die Markthalle (aber nur um die leckeren Tortillas und den besten Morocho zu verspeisen) und kauften uns noch Schuhe (klar, was sonst macht man wohl in Gualaceo – der Stadt der Schuhe?). Leider hatte Toni wenig Erfolg, da sie wohl für Ecuador zu große Füße hat. Ich hingegen hatte keine Schwierigkeiten für meine Babyfüße auch Erwachsenenschuhe zu bekommen. Am Abend wurden wir dann von Santy beim Terminal abgeholt, von wo aus wir noch einen kurzen Abstecher auf den Turi machten, um uns die Stadt von oben anzusehen.

8. Juni – Kathedrale und Abfahrt nach Quito

Montags ging es dann für Toni und mich ins Zentrum von Cuenca und hoch über die Dächer – auf die Kathedrale. Auch sonst schauten wir uns noch ein paar Gebäude in der Nähe an. Leider wollte uns die Sonne nicht so richtig unterstützen, weshalb wir dann in einer Eisdiele Schutz vor dem Regen suchten. Der Eiskaffee war aber auch eine ganz nette Gesellschaft. Anschließend ging es nach Hause, wo wir unsere Rucksäcke reisefertig machten und noch ein bisschen „chillten“ bevor um 23:00 Uhr unser Bus nach Quito losfuhr.

9. Juni – Hallo Quito! Mitad del mundo & TeleferiQo

Etwas müde von der langen Busfahrt und dem Morgenverkehr stellten wir unsere Sachen dann am Dienstagmorgen im Hostal ab. Gleich nahmen wir die Reise zur Mitad del Mundo (Mitte der Welt – Äquator) in Angriff. Nach einer guten Stunde Busfahrt und total beeindruckt von der Größe Quitos kamen wir dann am Monument an. Sehr spektakulär ist das Ganze zwar nicht, jedoch können wir jetzt immerhin sagen, dass wir am Mittelpunkt der Erde waren und natürlich haben wir auch die typischen Touristenfotos gemacht! 🙂 Anschließend ging es zur Seilbahn (TeleferiQo), von wo aus wir die enorme Größe der Stadt erst wirklich wahrnehmen konnten. Oben angekommen entschieden wir uns ein wenig zu „wandern“, um noch ein paar schöne Fotos zu machen. Als wir dann die Pferde entdeckten, war Antonia sofort begeistert und nach kurzem Zögern willigte auch ich ein, einen kleinen Ausritt zu machen. Die Aussicht, die wir vom Rücken der Pferde genießen durften, war atemberaubend und wunderschön. Weniger schön fand ich die kleineren Bockphasen meines Pferdes und die Tatsache, dass dieses anscheinend einfach machte was es wollte (dieses durfte nämlich den Großteil ohne Führung selbst laufen, was für mich als unerfahrene Reiterin teilweise etwas beängstigend wurde). Nachdem wir das Pferdeabenteuer schlussendlich doch überlebt hatten, trafen wir uns am Abend noch mit meiner Gastcousine Gaby auf ein leckeres Essen. Abends fielen wir dann total müde und erschöpft in unsere Bettchen.


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10. Juni – Tagestrip nach Otavalo; Hallo Latacunga!

Nach einer eindeutig zu kurzen Nacht ging es am 10. nach Otavalo auf einen der größten Handwerksmärkte Südamerikas. Da jedoch nicht der Hauptmarkttag war, war nicht so viel los und wir konnten in aller Ruhe sämtliche Stände begutachten und niedrige Preise aushandeln. Viel mehr als 2 Stunden brauchten wir jedoch nicht, da fast alle Stände mehr oder weniger das Gleiche verkaufen und wir so schnell unsere Wunschbeute ergattert hatten. Am frühen Nachmittag gings dann wieder nach Quito, wo wir uns ein leckeres Mittagsessen gönnten, bevor es am Abend dann weiter nach Latacunga ging. Dort bezogen wir ein gemütliches Hostal und planten unsere Tour s für die nächsten Tage.

11. Juni – Tagestrip zur Laguna Quilotoa

Nach dem Motto „der frühe Vogel fängt den Wurm“ machten wir uns wieder einmal vor unserer normalen Aufstehzeit auf den Weg nach Quilotoa. Aufgrund falscher Informationen unseres Hostals durften wir dann jedoch am Terminal fast eine Stunde auf den richtigen Bus warten, welche wir rückblickend lieber im Bett verbracht hätten. Endlich an der Lagune angekommen, war unsere Müdigkeit jedoch sofort verflogen. Eine atemberaubende Kulisse erstreckte sich vor uns. Ein wunderschöner Kratersee, welcher mit seinen Blau- und Türkistönen schon fast künstlich aussieht. Da wir so schnell nicht wieder dahin kommen, machten wir uns bald auf den Abstieg zum See. Schon nach kurzer Zeit benötigten wir einen stärkenden Bananensnack, bevor wir dann den ganzen Abstieg in Angriff nahmen. Da meine Pferdeangst ja bereits in Quito überwunden wurde, gönnten wir uns für den Aufstieg zwei „Taxis“ (=Pferde). Nach einer guten Stunde waren wir dann wieder oben angekommen – schmerzende Hinterteile waren die Belohnung für unsere „Faulheit“, aber die nahmen wir gerne in Kauf.


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12. Juni – Schnee am Cotopaxi und Hallo Cevallos!

Nachdem wir an der Laguna Quilotoa großes Glück mit dem Wetter hatten, waren die Wettergötter am 12. leider nicht so auf unserer Seite (und das obwohl wir immer brav aufgegessen haben..). Gemeinsam mit unserem Guide (dem man genau wie meinem Opi seine 72 Jahre überhaupt nicht ansah) fuhren wir zum Nationalpark Cotopaxi. Dort ging es zuerst zum Vulkan selbst, wo wir beinahe weggewindet wurden. Die Sicht war auch nicht wirklich optimal, aber es war dennoch ein Erlebnis, einmal Schnee in Ecuador zu sehen. Durch den Nebel machte es nicht wirklich Sinn, den Aufstieg zum Refuigum anzutreten, weshalb wir lieber noch einen See im Nationalpark besuchten. Dort war auch das Wetter etwas besser und wir konnten sogar fast den ganzen Cotopaxi von unten aus bewundern. Vom See wanderten Antonia und ich dann gemütlich (bergab) zu einer Hütte, wo wir vor unserer Heimfahrt noch mit Suppe gestärkt wurden. Unser Guide setzte uns dann schließlich an einer Haltestelle ab, von wo aus wir den Bus nach Ambato nahmen. Wie schön es bei meinem Gastopi in Cevallos ist, hab ich euch ja bereits in einem anderen Blog erzählt, deshalb ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, die Nacht bei ihm und seiner Frau zu verbringen. Leider waren sie etwas angeschlagen, dennoch verbrachten wir einen schönen Abend und nach der besten heißen Schokolade der Welt war uns auch wieder schön warm.

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13. Juni – Ab nach Tena!

Viel Spannendes können wir zu diesem Tag nicht berichten, da wir ihn Großteils im Bus verbracht haben. Durch eine wunderschöne Landschaft ging es immer weiter in den „Oriente“, wo wir schlussendlich in Tena ausstiegen. Nachdem wir uns im Hostal „Casa del Abuelo“ (Haus des Opas) einquartiert hatten, machten wir uns auf den Weg, um eine Tour für den nächsten Tag zu buchen. Schnell wurden wir fündig und nach einem leckeren Abendessen verbrachten wir dann noch einen gemütlichen Abend im Hostal.

14. Juni – Reinas de la selva (Dschungelköniginnen)

Gegen unsere Erwartungen ging es um 08:30 auf eine Privattour in den Dschungel (eigentlich wären noch 2 weitere Personen auf der Liste gestanden.. wo diese dann jedoch waren, wissen wir nicht). Auf der Ladefläche einer Camioneta fuhren wir ca. eine Stunde (in der mein geliebter Sonnenhut leider vom Winde verweht wurde – aber Antonia hats ja zum Glück auf Video!) tiefer in den Dschungel. Dort angekommen wurden wir von unseren Guides gleich mit Naturfarben wuuuuunderschön bemalt (wir waren uns nicht ganz sicher, ob unser Gesicht nicht eher als Spielfeld für Tic – Tac – Toe verwendet wurde). Im Gegenzug durften wir auch sie bemalen, allerdings war meiner über seinen Katzenschnurrbart nicht sehr erfreut. Mit Kriegsbemalungen im Gesicht und auf den Händen zogen wir dann also los, um 4 Wasserfälle zu erklimmen (okay außer dem letzten war es mehr ein „durchs Wasser laufen“ als ein Erklimmen). Immer wieder machten wir Halt und uns wurden verschiedene Dinge erklärt. Nachdem wir schon nach 10 Minuten zu Dschungelköniginnen gekrönt wurden (jede von uns bekam ihre individuelle Blätterkrone), ging es dann zügig weiter bis zum nächsten Halt. Dort wurde unsere normale Kleidung gegen verschiedene Blätter (und die damit verbundenen Insekten) ausgetauscht und Antonia hatte sogar eine wunderschöne Mooskette. Nachdem wir uns wie Tarzan und Jane an Lianen gehängt und Energie aus der Sonne und dem Wasserfall gewonnen hatten, war es dann auch schon Zeit für unser „Reinigungsritual“. Nachdem Antonia schon zum Wasserfall aufgestiegen war, wurde mein Ritual weiter unten praktiziert. Anfangs musste ich mit dem Guide zwar ein bisschen über die Rahmenbedingungen diskutieren, als dann aber alles geklärt war, wars eine interessante und spannende Erfahrung. Nach dem Aufstieg zu Antonia gings dann schnell wieder nach unten, wo die Guides unser Mittagessen kochten, während wir uns in den Hängematten erholten. Nach dem Essen ging es noch zu einer Badestelle, die mich sehr an die Sandplatten der Bregenzer Ache erinnerten. Große Lust zu Baden hatten wir allerdings nicht, weshalb es von dort dann relativ bald wieder zurück nach Tena ging. Müde vom anstrengenden Tag gingen wir uns dann zuerst einmal ewig duschen (die Farbe wollte nämlich nicht – wie versprochen – ganz leicht wieder abgehen) und anschließend noch eine Kleinigkeit essen.

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15. Juni – Relaxing am Rio Napo

Nach einem ausgiebigen Frühstück (oder eher Mittagessen? Immerhin gabs Burger und Bier) wollten wir an diesem Tag eigentlich ins Amazoonikum (einer Tierauffangstation). Dieses hatte allerdings genau an diesem Tag (aufgrund von Bauarbeiten, wie uns ein paar nette Bauarbeiter erklärten) geschlossen. Da es schon zu spät war, um noch eine Tour außerhalb von Tena zu machen, beschlossen wir einen Ruhetag einzulegen und verbrachten den Nachmittag schlussendlich lesend am Rio Napo. Ein paar nette Äffchen leisteten uns nach einer Weile auf der anderen Uferseite Gesellschaft und so konnten wir wenigstens noch ein paar Tierfotos schießen.

16. Juni – Regen, Regen, Regen

Auch am 16. hatten wir bei unserer Planung nur wenig Glück. Geplant wäre der Besuch einer Kakaoplantage gewesen, allerdings war das bei dem strömenden Regen leider nicht möglich. Da wir keine passende Alternativen fanden, machten wir uns also schon einen Tag früher als geplant auf den Rückweg nach Cuenca. Zuerst gings im Bus  5 Stunden nach Ambato, wo wir anschließend weitere 3 Stunden auf unseren Nachtbus nach Cuenca (weitere 6 Stunden) warten durften. Um 4 Uhr am Morgen holten uns meine Gasteltern dann in Cuenca an der Station ab. Total müde, aber ohne große Zwischenfälle kamen wir also wieder „daheim“ an, wo wir uns ein paar gemütliche Tage zum Erholen nahmen. (Das Geheimnis der verschwundenen Schokokekse konnten wir bislang nicht lösen – nach dem Motto „Im Zweifel für den Angeklagten“ konnte ich Antonia noch nichts nachweisen, allerdings würde es mich nicht wundern, wenn sie „zufällig“ in ihrem Bauch verschwunden sind.. kenne inzwischen ja ihre Essgewohnheiten 😉 )

20. Juni – Schon wieder packen!

Nachdem wir die letzten Tage sehr gemütlich (und mit dem Waschen sämtlicher Kleidung) verbracht haben, hieß es heute wieder PAAACKEN! Morgen um 05:45 Uhr müssen wir nämlich los nach Guayaquil, wo um 12:10 dann unser Flug auf die Galapagosinseln geht. Sollten wir irgendwann einmal Zeit (und Lust) haben, werden wir euch natürlich auf dem Laufenden halten. Bald bin ich aber sowieso wieder im Lande und dann kann ich euch all die tollen Erfahrungen persönlich berichten.

Alles Liebe und bis bald 🙂

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Neues aus Ecuador :)

Hallo ihr Lieben,

seit meinem letzten Eintrag ist doch schon wieder ein wenig Zeit vergangen und ich hab ein paar Fotos und „News“ für euch (falls ihr nicht sowieso schon von meiner Familie informiert worden seid).

Carnaval in Ecuador

Carnaval2Natürlich wird auch hier Fasching gefeiert, allerdings auf eine ganz andere Art und Weise, als ich es von daheim kenne. Verkleidete Leute hab ich hier eigentlich gar keine gesehen, allerdings wars dafür eine ziemlich nasse Angelegenheit. Tradition ist es nämlich, sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen (oder auch fast zu duschen). Und damit ich diese Tradition natürlich auch erleben darf, hat sich Marco „geopfert“ und wir haben mit seinen Nichten gemeinsam eine kleine Wasser- und Schaumschlacht veranstaltet. War auf jeden Fall auch für uns „Großen“ ein großer (oder vielleicht sogar größerer) Spaß und da es hier im Fasching nicht ganz so kalt ist wie bei uns, auch ohne Krankheiten zu überstehen. Aber ich denke das folgende Foto erklärt mehr, als 1000 Worte. 😉

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Besuch bei Gastoma und Opa

Nach gefühlten 10 Planänderungen (inkl. gekauftes Busticket, welches dann doch nicht verwendet wurde) bin ich in den Semesterferien im Februar mit meinen Gasteltern gemeinsam für 3 Tage zum Papa meiner Gastmama und seiner Frau gefahren. Diese leben in Cevallos (das liegt in der Nähe von Ambato) in einem sehr einfachen, aber SAM_0493schönen und gemütlichen Haus.  Außerdem haben sie auf ihrem Grundstück eine Unmenge an verschiedensten Pflanzen und auch einige Haustiere (oder wahrscheinlich auch Nutztiere, da die Meerschweinchen vermutlich irgendwann dann auf dem Grill landen..). Gemeinsam ging es dann für einen Tag nach Baños, wo ich einen Abstecher in eine der heißen Thermen gemacht habe. Ansonsten haben wir uns noch Ambato ein wenig angesehen und ein unglaublich leckeres Meerschweinchen gegessen (Toni: da wirst auch du dann dein erstes Mal Meerschweinchen essen!).  Am Sonntag bin ich dann alleine mit dem Bus nach Hause gefahren, da meine Ferien vorbei waren und meine Gasteltern noch ein paar Sachen dort zu erledigen hatten.

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Surfen in Mancora

An einem anderen Wochenende hab ich mich mit meinen Freundinnen Steffie, Nele und Johanna mit dem Nachtbus auf den Weg nach Mancora gemacht. An der Grenze mussten wir dann aus Ecuador ausreisen und in Peru wieder einreisen, was für uns alle zum Glück ohne Probleme funktioniert hat (bei so manch anderen Gästen sind wir uns da nicht ganz so sicher.. aber wir wollen mal keine falschen Vermutungen aufstellen). Um 5 Uhr morgens waren wir dann endlich am Ziel und haben uns zunächst in unserem wundervollen Hostelzimmer (in dem wir 3 Betten für 4 Personen hatten und von 3 Mückenspiralen eingeräuchert wurden) ein wenig ausgeruht. Das ganze Wochenende haben wir natürlich am Strand (und zwar ohne Sonnenbrand!), beim Bummeln und in den Bars verbracht. Highlight war auf jeden Fall die Surfstunde am Montag, bei der jede von uns ihren eigenen Surflehrer hatte. Diese waren ganz verwundert, dass wir doch spanisch sprechen, da wir sie wohl am Vortag ignoriert und auf ihre lieb gemeinten Zurufe nicht reagiert hätten. Montagabend gings dann wieder nach Hause und als wir am Morgen in Cuenca ankamen, hatte ich gerade noch Zeit für ein Frühstück, bevors dann wieder (leicht übermüdet) in die Schule ging.

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Bienvenida Valeria

Mitte März fand bei uns die traditionelle Babyparty statt, bei der ich auch ein bisschen bei Am 28. März bin ich (zwei Wochen früher als erwartet) „Tante“ geworden. Meine Gastschwester hat endlich ihr Baby bekommen und alle sind wohlauf. Ich hab in der Nacht auf einmal gehört, wie das Auto wegfährt und schon hab ich den Anruf von meiner Gastmama bekommen, dass das Baby kommt und sie mich aber sobald Lali im Kreissaal liegt abholen kommen. War ein turbulentes Wochenende, aber die ersten Schreie des Babys zu hören.. ein Gefühl, dass sich nicht beschreiben lässt. Schon am Tag nach der Geburt durfte Lali mit Valeria nach Hause. Zwei Wochen lang haben die frisch gebackenen Eltern dann mit ihrer Prinzessin bei uns im Haus gewohnt, weshalb keine Zeit für Langeweile blieb. Inzwischen sind sie wieder in ihr Haus gezogen, aber natürlich kommen sie öfters auf Besuch vorbei und ich kann beobachten, wie schnell die Kleine wächst. Schade, dass ich nur die ersten 3 Monate miterleben kann, und dann schon abreisenSAM_0712 muss (Natürlich freu ich mich auch auf daheim.. aber wird bestimmt ein schwerer Abschied!). Achja auf der Babyparty hab ich auch Vero und Karyna kennengelernt, welche gut mit meiner Gastfamilie befreundet sind. Sind zwei total liebe Mädels und mit Vero und ihren Freundinnen war ich kurz danach dann auch gleich etwas trinken. 🙂

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Ostern auf ecuadorianisch

In der Schule hatten wir ein ziemlich intensives „Vorosterprogramm“, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass es hier keine richtigen Osterferien gibt (nur Karfreitag ist schulfrei) und so die gesamte Woche Zeit für Gebete, Gespräche und Geschichten vorhanden ist. Am Osterwochenende selbst hab ich dann nicht mehr viel von Ostern gespürt, da meine Pläne wieder kurzfristig geändert wurden (aber das macht ja nix, bin da inzwischen schon gut im Improvisieren geworden). Den Karfreitag hab ich mit Johanna in Gualaceo beim „Shopping“ verbracht. Spät abends hab ich dann plötzlich eine SMS von Pamela (die Lehrerin, mit der ich arbeite) bekommen, ob ich nicht doch schon Freitag Zeit und Lust habe, um mit in ihr Ferienhaus nach Yunguilla zu fahren. Da ich mich an das spontane Leben hier schon gewöhnt habe, war ich natürlich mit von der Partie und obwohl mir nur 10 Minuten zum Packen blieben, hab ich (überraschender Weise) nichts vergessen. Als wir dann angekommen sind, wurde ich zuerst einmal allen vorgestellt, bevor es in den heißen Whirlpool ging. Am Samstag waren wir dann mit ihrem Freund und dessen Cousins unterwegs in Machala um Cangrejos (Krebse) zu essen. Wahnsinnig lecker (und günstig – 3$ für 1 ½ Krebse), aber extrem viel Arbeit, bis man endlich beim essbaren Teil angekommen ist. Nach dem Essen haben wir uns ziemlich schnell wieder auf den Rückweg gemacht, da es unglaublich heiß war und wir nicht vor hatten, uns an dem (nicht wirklich schönen) Strand einen Sonnenbrand zu holen. Auch die Familie von Pamelas Freund Andrés durfte ich an diesem Wochenende kennenlernen und gemeinsam mit all seinen Cousins und Cousinen fand der Samstagabend einen schönen Ausklang im – na wo wohl? – Whirlpool. Da es sonntags sehr stark geregnet hat, haben wir diesen mehr oder weniger komplett im Bett (mit ein paar Filmen) verbracht. Vor der Heimfahrt gab es dann noch leckere gegrillte Riesengarnelen und Rippchen. Auf der Rückfahrt gabs dann auch noch eine heiße Schokolade und als ich wieder daheim war, hab ich erst gemerkt, wie müde ich war. Dennoch wars ein wirklich schönes Wochenende und es war schön, all die Leute kennenzulernen und auch ein großer Vorteil, da ich ja im Juli auf die Hochzeit der beiden gehen werde und somit schon ein paar Gäste kenne.

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22 añitos Nina!

Tja und da wir schon wieder Ende April haben, hab ich gestern also das erste Mal meinen Geburtstag weit weg vom gewohnten Umfeld verbracht. Schon einige Tage vorher hat meine Gastfamilie immer wieder gefragt, ob ich denn Wünsche habe, was ich machen möchte oder ob ich schon Pläne habe. Da ich mir selbst aber eigentlich keine so großen Gedanken gemacht habe, haben sie das alles in die Hand genommen und so wurde ich in der Nacht um 05:10 (ja meine Gastmama hat mich extra gefragt, wann ich ungefähr geboren wurde) liebevoll von meiner Gastmama geweckt und mit wunderschönen Ohrringen überrascht. Richtig realisiert hab ich das Ganze dann erst, als ich um 6:00 im Bad stand und langsam wach wurde. In der Schule hab ich eigentlich keinem groß erzählt, dass ich Geburtstag habe, weshalb es da recht ruhig war, ich aber herzlich von meinen 2 amigaaas Pamelita und Chivis umarmt wurde. Am Mittag hat mich mein Gastbruder dann überraschend von der Schule abgeholt und es gab ein gemeinsames, leckeres Mittagessen. Den Nachmittag hab ich dann sehr gemütlich verbracht und versucht, möglichst viele Nachrichten zu beantworten. An dieser Stelle nochmals ein großes DANKE an alle, die an mich gedacht und mir mit Nachrichten, Videos und Fotos den Tag versüßt haben. War ein schönes Gefühl zu sehen, dass trotz der großen Entfernung so viele an mich denken und in Gedanken bei mir sind! DANKE! Um kurz nach 7 wurde ich dann sozusagen in mein Zimmer „gesperrt“ und meine Gastmama meinte, ich dürfe jetzt nicht mehr runter kommen, da sie etwas vorbereiten möchten (hab mich fast wie an Weihnachten gefühlt, als wir im Dachboden aufs Christkind warten mussten haha). Als ich dann im Esszimmer war, war dieses mit Papierschlangen und Luftballons geschmückt und ein leckerer Kuchen und Essen standen auf dem Tisch. Meine Gastfamilie saß vereint da und wieder einmal mehr haben sie mir bewiesen, dass ich nicht nur irgendeine „Voluntaria“, sondern wirklich ein Teil der Familie für sie bin. Gemeinsam haben wir dann noch einen schönen Abend verbracht und so einige Geschichten von früher erzählt (war ganz lustig zu sehen, dass meine Gastgeschwister gar nicht soo andere Highlights in ihrer Kindheit hatten, als wir daheim in Österreich – Blinkturnschuhe waren nämlich auch hier total cool 😀 ).

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Heute war ich noch mit Pamelita, Andrés, Chivis und ihren beiden Kids essen, da wir gestern keine Zeit dazu hatten. Natüüüürlich mussten sie im Lokal gleich sagen, dass wir meinen Geburtstag feiern und sofort wurde ein Lied für mich gespielt und ich bekam einen leckeren Nachtisch. War schön, gemeinsam noch ein bisschen Zeit zu verbringen, aber ich denke, dass die Fotos eh schon alles sagen 🙂IMG-20150429-WA0003IMG-20150429-WA0006IMG-20150429-WA0014Comida

So das wars jetzt aber wirklich wieder von meiner Seite. Glückwunsch, an alle die bis hier her gelesen haben – war ja schon fast ein halbes Buch. Vielleicht schaff ich es ja, das nächste Mal wieder etwas früher zu schreiben 😀

Kommendes Wochenende fahre ich mit meiner Gastfamilie an den Strand und somit in die Soooooonne 🙂

Bis dann 🙂


Ein Kommentar

Halbzeit!

Hallo ihr Lieben,

seit meiner Ankunft hier in Ecuador sind nun schon 5 Monate vergangen und ich habe schon die halbe Zeit meines Auslandaufenthaltes hinter mir. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht!

In den 5 Monaten hab ich unglaublich viele schöne Erfahrungen gesammelt, über die ihr zum größten Teil eh informiert wurdet. Ich habe viele tolle Menschen kennen gelernt und auch viele neue Dinge dazu gelernt. Natürlich gab und gibt es auch Phasen, in denen ich meine Liebsten daheim sehr vermisse, jedoch habe ich es noch keine Sekunde bereut, hier her gekommen zu sein und ich freue mich auf die zweite Hälfte meines Aufenthaltes.

Was mich hier noch erwartet? Natürlich arbeite ich weiterhin in der Schule San Roque, allerdings nur noch bis Anfang Juni. Dann wird mich Toni besuchen kommen (yeeeeeeeh Toni i freu mi so!) und wir werden gemeinsam die Galapagosinseln und das Landesinnere von Ecuador unsicher machen. Auch im Februar habe ich eine Woche frei, in welcher ich vermutlich mit meiner Gastfamilie an den Strand fahre. Ansonsten sind noch kleinere Ausflüge und Reisen an den Wochenenden geplant und natürlich der ganz normale Alltag – Freunde und Familie. Außerdem möchte ich mit meinem Gastbruder gemeinsam noch ein kreatives Projekt weiterführen, welches wir vor Weihnachten begonnen haben, jedoch leider noch nicht beenden konnten. Dazu aber genauere Infos, sobald es die ersten „Kostproben“ gibt.

Morgen geht es für mich und einige andere Freiwillige zu einem fünftägigen Zwischenseminar, bei dem wohl viel Reflexion usw. am Programm steht. Nach dem Seminar beginnen dann auch schon die Semesterferien und die Hauptfeiertage des Karnevals stehen an.

Nun ein kleiner Rückblick auf die Zeit zwischen meinem letzten Blogeintrag und heute…

Wie die meisten wissen, war ich mit meinem Bruder und meinen Eltern einige Tage in Peru unterwegs. Da die letzte Zeit hier jedoch ein wenig stressig und  turbulent war, habe ich ehrlich gesagt gerade keine große Lust mehr, einen genauen Peru-Bericht zu schreiben. Außerdem vermute ich, dass einige von euch sowieso schon einige Infos von meiner Familie erhalten haben. Dennoch habe ich hier ein paar Fotos für euch, damit ihr euch einen kleinen Eindruck von der unglaublichen Landschaft, den vielen Inkaruinen und des wunderschönen Titicacasees machen könnt.

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Außerdem hier noch ein paar Fotos vom Sportfest letzter Woche in der Schule. Dieses Mal war jedoch nicht ich für die Kostüme verantwortlich, worüber ich im Endeffekt aber auch froh war, da ich die ganze Woche alleine in meiner Klasse war und deshalb mit den Prüfungen (ja – genau in der Woche, in der meine Lehrerin krank wird ist Prüfungswoche!) und den Vorbereitungen dafür genug zu tun hatte. Rückblickend hat jedoch alles mehr oder weniger gut funktioniert (wenn man davon absieht, dass eine Schülerin in den zwei Minuten, in welchen ich die Klasse kurz verlassen musste, mit ihrem rasierschaumähnlichen Faschingsspray sämtliche Mitschüler voll gesprüht hat…). Dennoch freue ich mich sehr, dass meine Pami wieder fit ist und wir diese Woche wieder gemeinsam arbeiten konnten.

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Am Freitag war noch Tag der offenen Tür in unserer Schule. Da haben sämtliche Clubs verschiedene Tänze und Shows aufgeführt. War ein tolles Erlebnis. Auch dazu hab ich hier ein paar Fotos für euch.

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So, nun verkrieche ich mich wieder unter die warme Decke und such mir einen schönen Film im TV. Da das Wetter momentan jeden Tag zumindest ein paar Stunden Regen für uns bereit hält, verspüre ich kein allzu großes Bedürfnis, das Haus an einem Sonntagnachmittag zu verlassen. Da lebt es sich auch im Wohnzimmer mit heißer Schokolade und frischen Früchten ganz gut 😉 Am Abend wird dann noch Bea vorbei kommen, um gemeinsam zu kochen – Spinatspätzle und Nutella-Creps stehen am Menüplan. Meine Gastfamilie ist ganz begeistert von den Spätzle, weshalb ich die alle 2 – 3 Wochen mal kochen darf J

Alles Liebe und Gute,

wünsche euch allen schöne Ferien oder Urlaubstage und denen die arbeiten müssen viel Durchhaltevermögen.

PS: Mit einem Klick aufs Foto, könnt ihr das Bild größer anschauen 🙂


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Feliz 2015!

Hallo ihr Lieben,

eigentlich hatte ich vor Weihnachten geplant, hier etwas Besonderes hoch zu laden, leider hab ich es dann doch nicht geschafft. Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten und ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht! Schnee und Eis habt ihr ja momentan genügend.

In der Vorweihnachtszeit war hier bei mir richtig viel los, sodass der Dezember extrem schnell vergangen ist. Um den Blogeintrag etwas übersichtlicher zu gestalten, werde ich jetzt kleine Unterpunkte machen, damit nicht alles chaotisch durcheinander gerät.

14.12 Paso de Niños

Der  „Paso de Ninos“ ist ein Umzug, bei dem sich die Kinder als Figuren der Weihnachtsgeschichte verkleiden und entweder zu Fuß oder auf der Ladefläche eines geschmückten Pick-Ups eine vorgegebene Strecke absolvieren. Bei uns gibt es sowas nicht, aber der Ablauf ist ähnlich, wie bei einem Faschingsumzug. Alle stehen in der Reihe und warten, bis sie starten dürfen. Für mich war es ein tolles Erlebnis, wobei es schon etwas ungewohnt war, bei der Sonne und Hitze (ja an diesem Tag hat es ausnahmsweise einmal nicht geregnet) Engel und Krippenfiguren zu sehen.

19.12 Weihnachtsfeier

Freitagabend, 19:00 Uhr: meine 24 Kinder haben in ihren Weihnachtskostümen (die ich alle basteln durfte) auf ihren Stühlen Platz genommen. Sowohl die Elternvertreter und Lehrer, als auch die Kinder wirkten aktiv an der Weihnachtsfeier mit. Die meisten Klassen sangen ein Weihnachtslied, bei welchem sie vom Musiklehrer unterstützt wurden. Meine Kids haben „Hoy es Navidad“ gesungen, was die gleiche Melodie wie „Jingle Bells“ hat und nach dem ständigen Proben mein Ohrwurm für geschätzte 2 Wochen war. Die größere Herausforderung als der Gesang war allerdings, die Kids während ihren Wartezeiten ruhig zu halten. Abgesehen von dem Platzregen, der das Ende der Feier etwas beschleunigte, war es eine tolle Feier und langsam aber sicher kam dann auch bei mir ein wenig Weihnachtsstimmung auf.

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21.12 Puntohacienda

Am letzten Sonntag vor Weihnachten durfte ich mit Santy und einigen seiner Freunde nach Puntohacienda, einem kleinen Dorf, ca. eine Stunde von Cuenca entfernt, fahren. Dort wollten wir Kleidung, Lebensmittel und Spielsachen verteilen, da die Einwohner dieses Dorfes ziemlich arm sind und oft kein Geld haben, um ihren Familien neue Spielsachen etc. zu kaufen. Organisiert wurde das Ganze bereits zum 3. Mal  von einem Freund von Santy (und mir). Da wir aber nicht nur die Geschenke abgeben, sondern auch Zeit mit den Einheimischen verbringen wollten, sind wir schon früh morgens mit vollbepackten Autos losgefahren. Nachdem wir angekommen sind, wurden wir sofort herzlich empfangen und schnell haben wir uns in verschiedene Gruppen geteilt, da die einen die Familien in den Häusern besuchten und die anderen mit den Kindern gemeinsam verschiedene Spiele spielten und Weihnachtskrippen bastelten. Ich war in der Gruppe mit den Kindern und nachdem sie sich versichert hatten, dass ich „Weiße“ eigentlich ganz nett bin, wurde in der Wiese rumgetollt und die tollsten Spiele gespielt. Am Mittag haben wir dann das ganze Dorf auf dem Dorfplatz versammelt, wo wir nochmals erklärt haben, was wir hier eigentlich machen und wer wir überhaupt sind. Anschließend wurden noch einige Gemeinschaftsspiele gespielt und um ca. 15:00 Uhr ging dann die große Verteilung los. Obwohl ich natürlich auch in Cuenca und an all den anderen Wochenenden wahnsinnig tolle Dinge erlebt habe, muss ich sagen, dass dies bisher einer der schönsten Tage hier in Ecuador war! Die strahlenden Kinderaugen, als sie erfuhren, dass wir den Tag mit ihnen verbringen und die Dankbarkeit des ganzen Dorfes (wir wurden alle 20 zum Meerschweinchenessen eingeladen!) hat mir wieder einmal mehr klar gemacht, dass man nicht immer die neusten technischen Highlights oder Modeklamotten braucht, um glücklich zu sein. Es war so unglaublich schön zu sehen, dass für dieses Dorf fröhliche Weihnachten garantiert waren und Santy und ich werden bestimmt noch öfters an den Wochenenden nach Puntohacienda zurückkehren!

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22.12 Cena Navideña

Montagabend hatten wir dann noch ein Weihnachtsessen mit allen Lehrern, bei dem wir auch die „amigas secretas“ (Wichtel) aufgelöst und gemeinsam gelacht, gesungen und getanzt haben. Das Essen war wirklich lecker und es war schön, auch so einmal Zeit gemeinsam zu verbringen. Allerdings war ich dann auch froh, als ich um Mitternacht im Bett gelegen bin, da die gesamte Vorweihnachtszeit ziemlich turbulent und verplant war. Auf dem Foto seht ihr meine Klassenlehrerin Pamela (in orange), welche eine wirklich super Freundin für mich geworden ist. Auf der anderen Seite neben mir steht Silvy, mit der ich damals den 10km Lauf gerannt bin und welche mir meine Therapeutin gesucht hat. Außerdem war sie auch mein Wichtel und hat mir einen wunderschönen Schal geschenkt 🙂 . Und daneben ist noch Gaby, eine ganz liebe Lehrerin der Schule.

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23.12 Letzter Schultag vor den Ferien!

Wirklich viel Unterricht war natürlich nicht mehr angesagt. Die Kinder haben die Hausaufgabenblätter bekommen und ab 10:00 Uhr sind die Eltern mit Pizzen, Eis, Sandwiches und anderen Leckereien gekommen, um gemeinsam den Ferienbeginn zu feiern. Wahnsinn, was in die kleinen Kinderbäuche alles reinpasst (vor allem, wenn man bedenkt, dass manche Kinder nicht einmal ihr Jausenbrot aufessen wollen… nach dem Motto: ich kann nicht mehr!).  Ich hab dann noch meine kleinen Geschenke an die Kids überreicht und die Gelegenheit genutzt, auch mal wieder mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.

24.12 Feliz Navidad!

Nach dem Mittagessen war ich mit Santy unterwegs, um die letzten Weihnachtsgeschenke zu kaufen (wobei ich eigentlich mehr seine Begleitung war, als selbst noch was gekauft habe). Am Abend sind dann Pris, Lali und Marco zu uns gekommen, um gemeinsam zu essen und ein wenig zu feiern. Das Essen war extrem lecker und es war ein tolles Gefühl, als integriertes Familienmitglied gemeinsam Weihnachten zu feiern. Nach dem Essen gab es dann die Bescherung, welche allerdings nicht unterm Christbaum stattfand (haben wir nämlich keinen, da hier echte Bäume verboten sind und meine Familie keinen Plastikbaum möchte), sondern gemütlich im Wohnzimmer. Als Ausgleich zum fehlenden Christbaum ist dafür unser Stiegengeländer wunderschön von Santy und mir mit Plastikzweigen und Weihnachtslichtern geschmückt worden ;). Nach der Bescherung war die Feier dann ziemlich schnell vorbei, da meine Gastmama und Gastschwester leider nicht ganz fit waren und sich ausruhen wollten. Für mich wars eine tolle Erfahrung, Weihnachten einmal in einer anderen Umgebung zu feiern, allerdings sind die Unterschiede zu unserem Weihnachtsfest daheim gar nicht so groß, wie ich erwartet habe. Es war ein wunderschöner Abend und wieder einmal mehr hab ich gemerkt, dass ich inzwischen wirklich eine zweite Familie hier in Ecuador gefunden habe!

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25.12 Bienvenidos a Cuenca Mami, Papi und Patric

Am 25.12 abends war es dann endlich soweit: meine Familie hatte es nun bis zu mir nach Cuenca geschafft und sofort hab ich sie natürlich im Hotel besucht. War ein schönes Wiedersehen und eine kleine nachträgliche Weihnachtsfeier gabs auch noch. Vielen Dank nochmals an alle, für die tollen Weihnachtsgeschenke, hab mich riesig darüber gefreut! Am Abend waren wir alle dann bei Lali und Marco zum Essen eingeladen und ich muss sagen, dass die Kommunikation eigentlich relativ gut funktioniert hat J . Es war wirklich schön, meine beiden Familien vereint zu haben und ich bin mir sicher, dass wir auch nach der Rückkehr aus dem Urlaub noch eine schöne gemeinsame Zeit in Cuenca verbringen werden!

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26.12 Abfahrt nach Guayaquil

Da am 27.12 schon früh morgens unser Flug nach Peru ging, machten wir uns bereits am 26. auf die Reise nach Guayaquil. Da dies an der Küste liegt, war es dort gleich viel wärmer und auch stickiger, als in Cuenca. Ehrlich gesagt bin ich wirklich froh, dass ich in Cuenca wohnen darf, da ich auch in Guayaquil wieder festgestellt habe, dass die Aussage „Cuenca ist die schönste Stadt Ecuadors“ nicht nur von den Einheimischen erfunden, sondern wirklich wahr ist. Nachdem unser Navi uns in eine Sackgasse geleitet hat, durfte ich meine Spanischkenntnisse beim Gespräch mit 3 Stadtpolizisten unter Beweis stellen. Schnell haben die uns dann aber erklärt, dass wir langsam durch den Markt fahren sollen und dann einige Quader später beim Hotel sein müssten (eh logisch, wer kommt schon nicht auf die Idee, durch einen leicht überfüllten Markt zu fahren?!). Nachdem wir dann den Stadtverkehr hinter uns gelassen haben, waren wir schnell beim Hotel und haben auch gleich unsere schönen Zimmer bezogen. Am Abend waren wir dann nur noch kurz in einem Park (in dem es nur so von Echsen gewimmelt hat) und etwas essen – natürlich Arroz con Pollo (Reis und Huhn 😉 ).

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Am nächsten Morgen gings dann, wie bereits erwähnt, auf nach Peru. Hier befinde ich mich gerade in Puno, am Titicacasee, wo wir morgen auch eine Bootstour machen. Was ich sonst alles in Peru erlebt habe, werde ich nach meiner Rückkehr nach Cuenca in einem extra Blogeintrag festhalten.

Ich hoffe ihr seid alle gut im neuen Jahr angekommen und könnt die Ferien genießen.

A GUÖTS NÖÜS JOHR …

…. und bis bald J


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Advent, Advent…

Hallo ihr Lieben!

Seit meinem letzten Beitrag ist nun doch schon wieder über ein Monat vergangen.. Die Zeit hier vergeht einfach so schnell, dass ich mir zwar immer vornehme, etwas in den Blog zu schreiben, dann aber 1000 andere Sachen mache und es doch wieder verschiebe. 😀

Ich hab in den letzten Wochen sehr viel gebastelt, weshalb ich noch heute Glitzerpulver in den Haaren hab, welches ich nicht mehr rausbekomme :D.. Auf meiner To-do-list standen neben Adventskalendern für die Gastfamilie und die Schule auch Weihnachtsgeschenke für die Kinder und natürlich ihre Kostüme für die Weihnachtsaufführung.

Adventskalender sind hier nicht so verbreitet wie bei uns, weshalb es für die Kids (und auch meine Gastfamilie) ein ganz besonderes Highlight war. Jeden Tag werde ich ca 30 mal (und ich hab nur 24 Kinder) gefragt, wann wir denn endlich das nächste Figürchen öffnen. Zum Vorschein kommt dann immer ein Bleistift und etwas Süßes, was die Kids natürlich umso mehr freut. Aber öffnen darf nur das Kind, das gezogen wird und natürlich auch brav war ;).

Aber nicht nur ich bin voll in den vorweihnachtlichen Vorbereitungen angekommen. Auch die Kinder sind schon voller Eifer am proben für die Weihnachtsfeier und die ganzen anderen Termine, die jetzt im Dezember noch so anstehen. Deshalb hab ich auch ständig den Ohrwurm „Hoy es Navidad“ – dem Weihnachtslied mit der Melodie von „Jingle Bells“, welches meine Kids dann vorsingen.

Unter den Lehrern wird gewichtelt, was ich eine schöne Idee finde und sie haben sich auch echt Mühe mit den Säckchen gegeben, in die jeder dann seine Geschenke geben muss. Allgemein fühle ich mich wirklich wohl in meiner Schule und meinem Team und ich geh jeden Tag wirklich gerne zur Arbeit. Auch meine Kids respektieren mich inzwischen genauso, wie ihre andere Klassenlehrerin, was vielleicht aber auch daran liegt, dass mein Spanisch inzwischen halbwegs gut ist und ich auch mit ihnen schimpfen kann, wenn sie nicht brav sind 😉 Nein aber sie haben mich glaub wirklich gerne und ein Mädchen meinte letztens gerade: Nina weißt du was? Wenn du gehst werde ich ganz viel weinen. Sind schon süß meine Kids und ich in wirklich froh, es so gut erwischt zu haben.

Neben der ganzen Bastelei war ich auch viel mit meinem Gastbruder und seinen Freunden unterwegs. Und wenn wir nicht unterwegs sind, schauen wir uns alle gemeinsam irgendwelche Filme (zum Beispiel sämtliche Harry Potters – Märtl 😉 ) an und auch hier merk ich, wie sich mein spanisch schon verbessert hat.

Vergangene Woche hatten wir dann noch ein Treffen mit allen Gastfamilien und der Pastoral Social, was eine schöne Idee war, allerdings bin ich mir dann doch etwas komisch vorgekommen, Stille Nacht und Leise rieselt der Schnee bei 20 Grad und Sonne zu singen. Aber gut, jetzt kennen die Familien auch ein paar unserer Weihnachtslieder :). Als Überraschung gab’s dann noch einen selbst gebastelten Adventskalender für jeden Freiwilligen – was uns natürlich alle sehr gefreut hat. Danke nochmal Carmen, Annika und Patrick 🙂

So das war’s eigentlich eh schon von meiner Seite.. in den nächsten Wochen stehen noch ein paar Einkäufe für Weihnachten an, Kekse backen mit meiner und Steffies Gastmama und sonst noch ein paar kleinere Ausflüge. Was genau wird meistens ziemlich spontan entschieden.

Und am 25. Dezember kommen dann Mami, Papi und mein Bruderherz zu mir – da freue ich mich schon wahnsinnig drauf ❤

Wünsche euch allen noch eine schöne Vorweichnachtszeit und nicht zu viel Stress 😉

Bis (hoffentlich) bald!

PS: Ich hab leider gerade keine Ahnung, wieso ich keine Bilder hochladen kann.. werde das später dann nochmal versuchen 😉


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Beginn der Vorweihnachtszeit im Oktober?!

Hallo ihr Lieben.

Eigentlich hätte schon wieder sehr viel zu berichten, allerdings warte ich noch auf Fotos und Videos von einer Freundin, da diese einfach mit in den Blog müssen und ich mir dann auch viele Erklärungen ersparen kann 🙂

Da ich aber gerade Zeit habe, wollte ich dennoch wieder mal ein Lebenszeichen von mir geben. Mir geht’s soweit ganz gut und ich erlebe immer noch viele tolle Dinge. Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell und ich hab’s noch keine Sekunde bereut, dass ich den Schritt ins Ausland gewagt habe.

Vor kurzem war ich mit Santy in der Mall, um ein paar Sachen zu erledigen. Da hab ich dann nicht schlecht geschaut, als im Oktober schon alles weihnachtlich dekoriert war und ein riesen Christbaum den Eingangsbereich füllte. Da kam gleich Weihnachtsstimmung auf 😀 und als ich abends dann noch auf dem Turi war und die vielen Lichter gesehen hab, hab ich mich wie kurz vor Weihnachten bei uns daheim gefühlt. Aber keine Angst, Weihnachtslieder hab ich mir noch nicht angehört 😉

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Außerdem sind hier gerade Fiestas de Cuenca, bei denen wirklich viel los und auch tolle Konzerte in sämtlichen Parkanlagen stattfinden. Zusätzlich gibt es alles Mögliche zu Essen und die Straßen sind mit Marktständen überfüllt. Morgen (3.11) findet dann ein Festumzug statt und alle drei Tage (1-3.11) sind schulfrei (blöd nur, dass 1. & 2. SA und SO waren 😀 ). Gestern hat meine Gastmama den traditionellen „Colada Morada“ gemacht, welcher gemeinsam mit einem speziellen Brot verspeist wird – sehr lecker!

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Achja und was ich auch noch uuunbedingt erzählen muss – weil ich schon ein bisschen stolz drauf bin: Vergangenes Wochenende haben einige von meiner Schule bei einem Nachtlauf mitgemacht, bei dem man 10km rennen musste. Eigentlich bin ich mit der Vorstellung hingegangen, dass ich mit den anderen Profes spazieren werde, da wir uns für eine Kategorie angemeldet hatten, bei der es darum ging, als größte Gruppe ins Ziel zu kommen, um einen Geldpreis zu gewinnen. Als ich dann angekommen bin, hat mich aber gleich eine Lehrerin geschnappt und gemeint, ich sei eh fit und soll mit ihr gemeinsam rennen. Gesagt, getan! Nach 1:05h sind wir gut (aber ich total fertig) im Ziel angekommen. Hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass ich die vollen 10km rennen kann, ohne eine Pause einzulegen, v.a. nicht, da es auch oft bergauf ging. Gewonnen haben wir leider nichts, aber es war eine geniale Erfahrung und am nächsten Tag hatte ich nicht einmal Muskelkater 🙂

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So das wars für heute. Sobald ich die Fotos habe, erzähl ich euch vom Schulfest und unserer Wanderung in den Cajas.

Bis dahin eine schöne Zeit und alles Liebe,

Nina – die Fast-Marathonläuferin 😀 haha


Ein Kommentar

Alles vom Spielplatz, über bunte Jacken, bis zu den ersten Kässpätzle in Ecuador :)

Hallo ihr Lieben. Seit meinem letzten Beitrag ist ja nun schon wieder ein wenig Zeit vergangen, in welcher ich wieder viele neue Eindrücke gesammelt, und viele schöne Dinge erlebt habe.

Ingapirca

Am 10.10 war hier ein Feiertag, welchen ich mit meinen Gasteltern genützt habe, um in das ca. 2,5 Stunden entfernte Ingapirca zu fahren. Dort befindet sich die bedeutendste Inka-Fundstätte Ecuadors. Die Tour durch die Ruinen (für welche ich als Ausländerin das Dreifache, wie die Einheimischen bezahlt habe) war wirklich interessant, allerdings konnten wir die Tour nicht ganz beenden, da uns ein plötzlicher Platzregen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Viel möchte ich gar nicht schreiben, aber ich denke, ein paar Fotos zeigen doch, wie schön die Landschaft und das ganze Gelände sind. Da wir wegen des Regens jedoch keine Wanderung machen konnten, werden wir ziemlich sicher nochmal nach Ingapirca fahren.

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Vamos: Auf nach Loja und Saraguro!

Am Samstag, den 11.10 habe ich mich dann schon früh am Morgen mit Rosa auf den Weg nach Loja gemacht. Nach ca. 4 Stunden Busfahrt hatten wir unser Ziel erreicht, wo wir dann gemeinsam mit einem Taxifahrer eine mehr oder weniger günstige Unterkunft gesucht haben. Voller Tatendrang sind wir dann auch gleich – bewaffnet mit Kameras und Reiseführer – losgezogen, um die recht kleine Stadt zu erkunden. Das Stadtzentrum selbst gibt nicht so viel her, jedoch gibt es ein paar schöne Parks (unter anderem sogar mit kleinem Zoo und natürlich vielen Spielmöglichkeiten für kleine und große Kinder 😉 ) und ein paar nette Orte, an denen man es gut aushält. Wenn man nicht unbedingt alle Museen auch sehen möchte, hat man Loja jedoch in einem Tag gesehen. Nachdem wir dann also mehr oder weniger alle Punkte aus dem Reiseführer abgeklappert und uns im Parque Jipiro ausgiebig ausgetobt hatten, waren wir noch voller Motivation, um uns ins Nachtleben zu stürzen. Allerdings war die ganze Stadt ziemlich ausgestorben (was wohl am langen Wochenende lag), sodass nicht wirklich viel los war. Dennoch hatten wir unseren Spaß – und den wahrscheinlich besten Burger der Welt (oder mindestens Lojas) um 1,50$ ! Nachdem der Barkeeper dann nach 15 Min. doch noch ein Taxi für uns organisieren konnte und wir dann in unserem Hostel einige Male Sturm geklingelt hatten, fielen wir dann ziemlich schnell sehr müde in unsere übergroßen Betten.

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Am nächsten Morgen waren wir dann zuerst zwar weniger begeistert, als der Wecker schon früh klingelte, allerdings war die Motivation dann schnell wieder gefunden und wir machten uns auf den Heimweg. Eigentlich wollten wir zuerst nach Vilcabamba, um dort im Nationalpark ein wenig zu wandern, allerdings spielt momentan das Wetter hier nicht ganz mit, weshalb wir unsere Pläne bereits am Samstag geändert hatten und nun ein Zwischenstop auf dem Heimweg in Saraguro eingeplant war. Im Bus haben wir dann noch Martina, Steffie und Claudia getroffen, welche ebenfalls auf dem Weg nach Saraguro waren.

Saraguro ist ein sehr kleines Dorf, welches jedoch bekannt für seine schönen Schmuckstücke und laut Reiseführer auch seinen Sonntagsmarkt ist. Der Markt selbst unterscheidet sich meiner Meinung nach nicht wirklich von denen, die ich sonst schon gesehen habe, jedoch gibt es wirklich schöne Schmuckstücke zu kaufen und allein um die Bevölkerung ein wenig zu beobachten lohnt es sich, nach Saraguro zu fahren. Ein paar Einheimische wollten mit uns sogar ein Foto machen, was uns natürlich entgegen kam, da wir so auch an ein Foto mit Einheimischen gekommen sind. Das Highlight unseres Saragurobesuchs war aber auf jeden Fall der Kauf unserer wirklich schicken, bunten Jacken, bei welchem wir natürlich noch wie richtige Einheimische gehandelt haben – ohne wenn und aber 😀

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Kässpätzlepartie

Da Steffie nun in einer Familie lebt, die mit meiner gut befreundet ist,haben wir uns am Wochenende getroffen, um für alle Flädlesuppe, Kässpätzle und Pudding zu kochen. Die größte Herausforderung besteht hier nicht im Kochen selbst, sondern darin, alle Zutaten zu finden. Nachdem wir 1kg. mehr oder weniger würzigen Käse gefunden hatten, waren wir bereit und so wurde am Sonntagmorgen der Kochlöffel geschwungen und neben meiner Mama half auch Steffies jüngere Gastschwester tatkräftig mit. Dem Feedback und den leeren Tellern nach hat es allen gut geschmeckt und ich bin mir sicher, wir werden bald wieder für alle kochen (auch als Abwechslung zum Reis usw. 😉 ).

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Ja das wars für heute. Könnte zwar noch einen Beitrag über meinen gestrigen Besuch in der Kirche schreiben, aber ich hab jetzt eigentlich keine große Lust mehr 😛 Erzähl das dann beim nächsten Mal 🙂

Alles Liebe und bis bald!